Kahn warnt vor Investoren-Geld im Fußball

von Marcel Breuer | dpa23:11 Uhr | 25.11.2021
«Wir werden auch weiter unseren eigenen Bayern-Weg gehen», sagt der Vorstandsvorsitzende Oliver Kahn auf der Jahreshauptversammlung. Foto: Felix Hörhager/dpa
Foto: Felix Hörhager

Der neue Vorstandsvorsitzende Oliver Kahn hat bei seiner Premierenrede auf einer Jahreshauptversammlung des FC Bayern München vor dem Gebaren der Investorenclubs in Europa gewarnt.

«Wir erleben gerade den fundamentalsten Wandel, den der Fußball je erlebt hat. Deshalb kämpfen wir an vorderster Front, dass es nicht sein kann, dass Investoren unbegrenzt Geld in Clubs pumpen können», sagte der 52 Jahre alte Ex-Nationaltorhüter, der im vergangenen Sommer Karl-Heinz Rummenigge an der Spitze der FC Bayern AG abgelöst hat.

«Bei uns bestimmt keine Investorengruppe oder ein Multimillionär», betonte Kahn, der den Mitgliedern versprach: «Wir werden auch weiter unseren eigenen Bayern-Weg gehen.» Die von einigen internationalen Topclubs wie Real Madrid, FC Barcelona oder Juventus Turin immer noch angestrebte «European Super League» sei jüngst zurecht «innerhalb von 48 Stunden kollabiert», sagte der Bayern-Chef in seiner Rede: «Denn das wäre das Ende des Fußballs gewesen, wie wir ihn kennen.»

(dpa)



Wir sind hier ja in Griechenland, und da ist ja der Marathonlauf erfunden worden. Und heute Abend war das wie ein Marathonlauf mit Hürden, den wir auf dem Platz erlebt haben.

— Karl-Heinz Rummenigge nach dem mühsamen 3:2-Erfolg des FC Bayern bei Olympiakus Piräus in der Champions League.