Pressing und Emotionen: Die Geheimwaffen des Steffen Baumgart

von alessandro.baldrich16:35 Uhr | 30.10.2021
Steffen Baumgart

Vom Wackelkandidaten zum Klub im Bundesligamittelfeld: Seit der Amtsübernahme des gebürtigen Rostockers spielen die Geißböcke ansehnlichen Fußball. Die Bilanz von Steffen Baumgart lässt aufblicken: drei Siege und vier Unentschieden holte der 1. FC Köln in dieser Saison bislang. Der „kicker“ geht dem Erfolg nun auf die Spur.

Frühes Anlaufen ist die beste Defensivstrategie

Schaut man sich die Daten genauer an, fällt auf warum die Rheinländer so gut in der Liga mithalten können. Der Hauptgrund: effektives Pressing. In dieser Statistik belegt der Verein aus der Millionenstadt im Ranking mit 54 Pressingsituationen pro Spiel sogar Platz Nummer eins. Bei einem guten Drittel der Aktionen kann man den Ball dann auch wieder zurückerobern. Insbesondere in der gegnerischen Hälfte können die Profis diese Taktik gewinnbringend einsetzen.

Gleichzeitig sind eine höhere Laufintensität und energischeres Einsteigen bei den Zweikämpfen gefragt. Letztere stiegen im Vergleich zur Vorsaison von 106 auf 117 pro Spiel, wie das Sportmagazin schreibt. Unterm Strich führen die Anweisungen des ehemaligen Profis der Wölfe und Union Berlin dazu, dass sich seine Schützlinge mehr Großchancen erarbeiten. Trotz der aggressiveren Spielweise bleibt die Defensive sattelfest: der Wert der Gegentore pro Spiel im Vergleich zum Vorjahr blieb dabei konstant.

Niemand kommt an ihm vorbei

Die Rede ist von Anthony Modeste. Der 33-Jährige hat in dieser Spielzeit schon sechsmal eingenetzt, ist damit nicht nur der gefährlichste Angreifer in der Mannschaft. Vor allem die effiziente Chancenverwertung des Franzosen spricht für sich. Emotionen sind für Steffen Baumgart dabei der wichtigste Garant, um die Spannung während des Spiels aufrechtzuerhalten. Doch nicht nur auf der Bank sorgt der Fußballlehrer für Schlagzeilen. Erst kürzlich erhielt er in Stuttgart den alljährlichen Preis für den besten Fußballspruch („Zufallsgeschichte“) und 5000 Euro Preisgeld.

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Ich habe das Tor nicht gesehen. Ich habe nur gesehen: Die Jungs kommen alle auf mich zu. Da habe ich langsam mal angefangen, zu jubeln.

— Philipp Max