Rechtsexperte Schickhardt hält Vertragsproblematik in den Profiligen für lösbar

von Jean-Pascal Ostermeier17:41 Uhr | 26.03.2020
Schickhardt hält Vertragsproblematik für lösbar
Sportrechtsexperte Christoph Schickhardt hält die drohende Vertragsproblematik im deutschen Profifußball durch ein verschobenes Saisonende für lösbar. Mit den betroffen Akteuren könnten die Klubs "ganz zwanglos und einverständlich den Vertrag bis zum 30. August verlängern, das ist arbeitsrechtlich kein Problem", sagte der 65-Jährige bei Sport1: "Wenn die Spieler das nicht mitmachen, dann haben die Beteiligten Pech, dann spielt der Verein ohne diese Profis. Ich sehe dieses Problem sehr begrenzt."

Bei den 18 Erstligaklubs laufen die Verträge von 109 Spielern aus, darunter Top-Stars wie Philippe Coutinho (Leihende) oder Mario Götze. In der 2. Liga ist das sogar bei 138 Spielern der Fall.


Gegen ihren Willen können Spieler jedoch nicht gehalten werden. "Wenn der Vertrag ausläuft, kann man den Spieler nicht halten, wenn er das nicht will", sagte Schickhardt: "Allerdings wird ihn dann auch kein anderer Verein nehmen. Denn die Spieler müssen ja wissen, dass sie im nächsten Jahr einen Klub brauchen oder einen anderen Verein, gegen den ich spielen kann."

Ich glaube, ich hatte noch nie einen Mitspieler, der so viele Tore verschuldet hat wie er und trotzdem immer gesetzt war.

— Paul Scharner über Heiko Westermnann, seinen ehemaligen Teamkollegen beim HSV