Heidenheim-Boss Sanwald erwartet personellen Aderlass

von Marcel Breuer10:38 Uhr | 08.07.2020
Nach dem verpassten Aufstieg droht beim 1. FC Heidenheim ein personeller Aderlass. Foto: Tom Weller/dpa
Nach dem verpassten Aufstieg in die Fußball-Bundesliga stellt sich der 1. FC Heidenheim auf mehrere prominente Abgänge ein.

Montag, 06.07.2020



«Es ist klar, dass es eine intensive Transferperiode werden dürfte», sagte der Vorstandsvorsitzende des schwäbischen Zweitligisten, Holger Sanwald, der Deutschen Presse-Agentur: «Letzte Saison sind wir Fünfter geworden. Und auf einmal war Glatzel in Cardiff, Skarke in Darmstadt, Dovedan in Nürnberg und Andrich bei Union. Jetzt haben wir uns noch mehr in den Fokus gespielt. Wir sind finanziell zwar nicht gezwungen, Spieler abzugeben. Aber wenn sie weg wollen, können wir sie nicht aufhalten. Wir werden diesen Kader nicht zusammenhalten können.»



Routinier Sebastian Griesbeck wechselt laut «Bild» zu Bundesligist 1. FC Union Berlin. Auch andere Leistungsträger, wie der 16-fache Torschütze Tim Kleindienst oder Mittelfeldspieler Niklas Dorsch, dürften durch ihre Leistungen in der abgelaufenen Saison Begehrlichkeiten geweckt haben. Die endete nach den beiden Unentschieden in der Relegation gegen Werder Bremen (0:0, 2:2) zwar nicht mit dem Sprung in die erste Liga, war aber dennoch die erfolgreichste der Clubgeschichte.

1. FC Heidenheim 1846
2. Bundesliga
Rang: 2Pkt: 3Tore: 2:0



Direkt den nächsten Anlauf auf die Bundesliga rief Sanwald deshalb aber nicht aus. «Dass so ein Erfolg die Erwartungshaltung schürt, ist doch klar. Wir müssen aber erstmal schauen, welchen Kader und welches Budget wir zur Verfügung haben», sagte er: «Es wartet unglaublich viel Arbeit jetzt. Noch kann ich keine Einschätzung abgeben, wo wir stehen, wenn es wieder losgeht.»

© dpa-infocom, dpa:200708-99-713556/2

(dpa)

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