Fanvereinigung kritisiert Super-League-Pläne: "Der letzte Nagel im Sarg"

von Jean-Pascal Ostermeier20:04 Uhr | 18.04.2021
Die FSE spricht sich gegen eine Super League aus
Die europäische Fanvereinigung "Football Supporters Europe" (FSE) hat die Pläne zur Schaffung einer europäischen Super League scharf kritisiert. "Dieser geschlossene Wettbewerb wird der letzte Nagel im Sarg des europäischen Fußballs sein und alles zerstören, was ihn so beliebt und erfolgreich gemacht hat: Belohnung sportlicher Leistungen, Auf- und Abstieg, Qualifikation zu UEFA-Wettbewerben über nationale Erfolge und finanzielle Solidarität", teilte die FSE am Sonntag mit.

Zuvor war bekannt geworden, dass sich eine Gruppe der reichsten und einflussreichsten Vereine auf die Gründung eines eigenen externen Elitewettbewerbs geeinigt haben soll. "Diese Pläne sind von Grund auf illegitim, unverantwortlich und gegen jeden Wettbewerb. Mehr noch, sie werden ausschließlich aus Gier vorangetrieben", hieß es in dem Statement weiter.


Angeblich sollen bereits zwölf Vereine eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet haben. Zu den Abtrünnigen gehören wohl zahlreiche englische Spitzenklubs wie der FC Liverpool oder Manchester United, die spanischen Topteams Real Madrid und der FC Barcelona und aus Italien Juventus Turin und der AC Mailand. Deutsche Teams wie Bayern München sollen ebenso wie der französische Primus Paris St. Germain nicht beteiligt sein.


"Die einzigen, die davon profitieren, sind Hedge-Fonds, Oligarchen und eine Handvoll bereits reicher Klubs, von denen viele in ihren heimischen Ligen trotz ohnehin vorhandenen Wettbewerbsvorteils schlecht abschneiden. Genug ist genug", so die FSE, die von den Verbänden Sanktionen gegen abtrünnige Klubs und die Rücknahme der Reform der UEFA-Klubwettbewerbe forderte.

(sid)

Druck hat man im Fußball doch immer. Es sei denn, man ist Spieler bei Bayern München, und es ist der letzte Spieltag.

— Benjamin Uphoff / KSC