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Maier pro Neuer - Kahn hat Verständnis für ter Stegen

von Marcel Breuer | dpa04:15 Uhr | 11.06.2024
Sepp Maier trainierte einst Oliver Kahn beim FC Bayern und beim DFB.
Foto: Andreas Gebert/dpa

Der frühere Weltmeister und Bundestorwarttrainer Sepp Maier hat sich vehement für Manuel Neuer als deutsche Nummer eins bei der am kommenden Freitag beginnenden Fußball-EM ausgesprochen.

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Trotz der jüngsten Patzer des 38-Jährigen sagte Maier in einem Interview des «RedaktionsNetzwerk Deutschland» (RND), dass die aktuelle Torwart-Diskussion für ihn «zur absoluten Unzeit» komme: «Manuel ist die Nummer eins, er gehört ins Tor. Man darf seine Klasse nicht plötzlich infrage stellen.»

Neuer zeigte unter anderem Schwächen beim 2:1-Sieg der deutschen Nationalmannschaft beim letzten EM-Test gegen Griechenland und auch im Champions-League-Halbfinale seines Clubs FC Bayern München gegen Real Madrid. Dennoch sagte Maier: «Fehler wurden und werden immer gemacht - was nach einer so langwierigen Verletzungspause auch ganz normal ist. Er hat so viel Qualität und Erfahrung. Man kann doch einen Torhüter wie Manuel, der beinahe zwei Jahrzehnte Weltklasse gehalten hat, jetzt nicht verteufeln.»

Kahn: Neuer wirkt aktuell nicht stabil

Ein anderer ehemaliger Nationaltorhüter sieht die Debatte etwas differenzierter. Zwar sagte der langjährige Maier-Schützling Oliver Kahn der «Bild»-Zeitung: «Manuel kann mit seiner riesigen Erfahrung und seinem Status ein wichtiger Faktor für die Mannschaft sein. Ich traue ihm das jederzeit zu.» Der frühere Bayern-Torwart äußerte jedoch vor allem Verständnis für die Enttäuschung des Neuer-Stellvertreters Marc-André ter Stegen vom FC Barcelona.

«Für ter Stegen ist die aktuelle Situation natürlich unbefriedigend. Mit 32 läuft ihm langsam die Zeit davon, ein großes Turnier zu spielen», sagte Kahn. «Seine Ansprüche sind nicht unberechtigt. Er bringt konstante Leistungen, und weder waren die letzten Turniere der Nationalmannschaft erfolgreich, noch wirkt Manuel aktuell stabil. Zudem dürfte er durch die frühe, eindeutige Festlegung auf Manuel wenig Vertrauen spüren. All das macht seine Reaktion verständlich.»

(dpa)





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