"Ich denke, es gibt keinen anderen Club, der in der Phase ein ausverkauftes Haus hat", würdigte Armin Veh die Frankfurter Zuschauerkulisse, die den Play-off-Erfolg gegen FK Karabakh Agdam stimmungsvoll einrahmte. Wie bereits im Hinspiel brachte Meier die Eintracht treffsicher in die richtige Spur.
Als er das Spielgerät zum ersten Mal im Gästetor versenkte, wusste Meier sofort, dass er keinen Anlass zum Jubeln hatte - zu klar war seine Abseitsstellung (7.). Es sollte jedoch nicht lange dauern, bis er die Überlegenheit der Hessen dann regelkonform umsetzte: Rode hatte sich halbrechts gedankenschnell den Ball geschnappt, an den langen Pfosten geflankt wo Meier direkt abnahm und traf (10.). Die Eintracht kam vor der Pause nur einmal in Schwierigkeiten, als Trapp einen Distanzschuss prallen ließ, Gelashvili die Situation aber nicht nutzen konnte (37.). Als Schiedsrichter Duarte Gomes zum Pausentee bat, hatten sich Frankfurts Hoffnungen auf den Europa League-Einzug weiter manifestiert.
Die Hereinnahme des Brasilianers Reynaldo lohnte sich für Karabakh sofort. Mit guter Ballkontrolle nahm der Angreifer das Leder mit in Frankfurts Sechzehner und traf unhaltbar für Trapp zum 1:1 (58.). Karabakh gewann an Selbstvertrauen und Reynaldo entwickelte sich zu einer ernsthaften Bedrohung für Eintrachts Hintermannschaft. In der 74. Minute verpasste er nach einer beeindruckenden Einzelaktion die Führung der Gäste nur äußerst knapp: Das Leder strich außen um den rechten Pfosten herum. Die Partie war nun mit einer gewissen Anspannung versehen, die sich aber durch eine klasse Kombination der Gastgeber löste. Celozzi passte mit Übersicht auf Rosenthal, der sich halbrechts bis fast zur Grundlinie durchspielte und aus einer nicht einfachen Lage eine exakte Flanke auf Inuis Kopf absetzte. Karabakhs Abwehr inklusive Torwart Vardovic waren ausmanövriert, als der Japaner zum 2:1-Sieg einköpfte (75.). Die Gäste aus Aserbaidschan ließen nicht locker und sorgten dafür, dass die Restspielzeit nicht langweilig wurde. Eintrachts Play-off-Erfolg brachten sie jedoch nicht mehr in Gefahr.
André Schulin
Dass wir heute verloren haben, ärgert mich noch viel mehr, als dass ich morgen Geburtstag habe!
— Jörg Berger