Enge Halbfinals

von Günther Jakobsen14:07 Uhr | 26.04.2013

Fenerbahces knapper 1:0-Hinspielerfolg über Benfica ist nur ein dünnes Polster für den Süper-Lig-Klub. Der FC Chelsea hingegen bewegte sich mittels seines 2:1-Auswärtserfolges in Basel schon deutlicher in Richtung Finaleinzug. Gänzlich chancenlos sollte der Schweizer Meister im Rückspiel, wie Murat Yakin auch anmerkte, allerdings nicht sein.

Chelseas Kompaktheit stellte den FC Basel speziell in den ersten 45 Minuten vor große Probleme. An Spielanteilen der Schweizer mangelte es nicht, gefährliche Abschlüsse der Eidgenossen verstanden die „Blues“ jedoch weitgehend zu unterbinden. Ein Freistoß von Schär, den Cech über den Querbalken lenkte, blieb vorerst die beste Torgelegenheit der Gastgeber (17.). Chelsea hingegen nutzte einen Eckstoß aus der zwölften Minute, um zunächst einmal einen wichtigen Auswärtstreffer zu markieren. Moses traf per Kopfball. Unmittelbar davor hatte FCB-Keeper Sommer noch gegen Lampard pariert, der aus kurzer Distanz das Tor anvisierte. Mutig versuchte Basel zum Ausgleich zu kommen; Chelseas Gegenstöße waren indes gefährlicher. Der zweite Durchgang begann unglücklich für die Schweizer: Stocker traf lediglich den Pfosten (49.). In Sachen Gebälktreffer zogen die „Blues“ jedoch umgehend nach; Torres scheiterte in der 54. Minute mit einem 14-Meter-Schuss am Gestänge. Ein fragwürdiger Strafstoß (Azpilicueta gegen Stocker) schien den Einsatz der Gastgeber in der Schlussphase mit dem nicht unverdienten Ausgleich zu belohnen, denn Schär setzte das Leder souverän ins Netz (86.). Sommers Patzer in der Nachspielzeit aber dämpfte Basels Freude: Der Keeper, der kurz zuvor noch großartig einen Kopfball von Terry abgewehrt hatte, ließ einen nicht unhaltbar scheinenden Freistoß von Luiz durchrutschen. FCB-Trainer Murat Yakin war von der 1:2-Niederlage jedoch nicht geschockt: „Fürs Rückspiel sind wir nicht chancenlos und freuen uns darauf.“

Es war ein hartes Stück Arbeit für Fenerbahce Istanbul, den 1:0-Hinspielerfolg gegen Benfica Lissabon in trockene Tücher zu wickeln. Die Portugiesen starteten besser und hatten gute Torchancen, derweil die Gastgeber eine Viertelstunde brauchten, um ihrerseits Druck zu entwickeln. Zum Erfolg kamen die Türken allerdings auch nicht, als ihnen - nach einem Foul von John an Gönül - ein Elfmeter zugesprochen wurde: Cristians Schuss knallte gegen den Pfosten (45.). Kuyt scheiterte ebenfalls am Torgestänge (50.), als Fenerbahce in der zweiten Halbzeit eine Großoffensive hinlegte. Eine Standardsituation in Form eines Eckstoßes löste dann Erleichterung aus - Korkmaz’ Kopfball prallte von der Unterkante der Latte hinter der Torlinie zum 1:0-Endstand auf (72.). Danach wurde Benfica wieder angriffslustiger, konnte jedoch das Blatt nicht mehr wenden.



Und jetzt gehst du mal ne Runde pennen. Am Sonntag im Finale kann alles passieren.

— Volker Struth, Berater von Mario Götze, berichtet in ,,Meine Spielzüge" über das WM-Halbfinale 2014. Ein Prophet...