Kampf um die Nummer eins: Schult muss angreifen, Frohms in der Pole Position

von Jean-Pascal Ostermeier | sid09:40 Uhr | 27.12.2021
Im Rennen um die Nummer eins hat Frohms die Nase vorne
Foto: FIRO/SID

Um die Rolle als Deutschlands Nummer eins könnte es vor der Frauenfußball-EM in England (6. bis 31. Juli 2022) noch ein heißes Rennen geben. Derzeit hat Merle Frohms (Eintracht Frankfurt) den Status inne, Olympiasiegerin Almuth Schult (VfL Wolfsburg) und Ann-Katrin Berger (FC Chelsea) sind die Herausforderinnen.

"Es ist ganz klar, dass Merle aktuell unsere Nummer eins ist. Natürlich erwarten wir von Almuth und Ann-Katrin, dass sie diese Nummer eins angreifen", sagte Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg vorausblickend auf das EM-Jahr im Interview mit dem Sport-Informations-Dienst (SID).

Voss-Tecklenburg führte aus: "Merle muss sich wie die anderen beiden tagtäglich im Verein beweisen, aber auch bei uns. Das macht sie gut. So lange sie es gut macht, ist sie die Nummer eins."

Bis zu einer Schulter-OP nach der WM 2019 und anschließender Schwangerschaft war Schult (30) die unangefochtene Stammkeeperin der DFB-Auswahl. Im April gab sie ihr Comeback beim VfL und ist dort wieder erste Wahl, im Nationalteam aber wartet Schult noch auf eine Bewährungschance und ihr 65. Länderspiel.

Die Zwillingsmutter nimmt auch als Persönlichkeit eine besondere Rolle ein. Im vergangenen Sommer erhielt Schult als TV-Expertin der ARD während der Männer-EM viel Lob, zudem macht sie sich in der Initiative "Fußball kann mehr" für mehr Frauen im Fußball stark.

Frohms (26) hat bislang 22 Länderspiele ohne Turniereinsatz absolviert. Berger (31) hat überhaupt erst zwei Einsätze im DFB-Team vorzuweisen. Die Vierte im Bunde, Laura Benkarth (29/11) von Meister Bayern München, wird nach einer Knie-OP voraussichtlich nicht mehr rechtzeitig fit.



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