Mit einem hart erkämpften 3:1 Sieg in Aarau sicherte sich der Meister der letzten vier Jahre eine Runde vor Saisonende seinen 17. Titel. Basel wäre auch im letzten Spiel zu Hause gegen Absteiger Lausanne vor einer lösbaren Aufgabe gestanden. Skibbes Grasshoppers hatten mit einem ungefährdeten 4:1 Sieg über Luzern ihren Beitrag zu einer möglicherweise spannenden letzten Runde geliefert, doch Basel wollte es nicht darauf abkommen lassen. Da auch der FC Thun sein Spiel gegen den Kantonsrivalen aus Bern verloren hatte, wird der letzte Europa-League-Teilnehmer erst in der letzten Runde unter den direkten Konkurrenten ausgemacht. Cupsieger Zürich hat sich mit seinem Sieg über Lausanne auf Rang Vier vorgearbeitet und das schwächste Team der Rückrunde, Sankt Gallen, beendete die zuletzt starke Serie des FC Sion.
Mit dem FC Basel holte sich dasjenige Team den Titel, welches nach den Regeln der Logik auch auf dem ersten Platz erwartet werden konnte. Basel verfügt über die meisten finanziellen Mittel, macht daraus aber auch sehr viel. In keinem anderen Kader der Schweizer Super League ist soviel Qualität vorhanden wie beim FC Basel. Der alte und neue Meister hat vor allem hinten viel zu bieten. Rotblau hat mit Sommer den stärksten Torhüter der Liga und die beste Verteidigung. Auch vorne verfügt Basel mit Streller und Stocker über verlässliche Torschützen. Man darf gespannt sein, wie der FC Basel die Abgänge von Sommer und vermutlich auch von Stocker kompensieren wird.
In Aarau geriet das Team von Murat Yakin durch ein Tor von Nganga nach einer Ecke zunächst in Rücklage. Dann aber ging ein weiter Ball von Serey Die ins Netz, was kaum einer, und auch nicht Aaraus sonst sicherer Torhüter Unnerstall, erwartet hätte. Das Basler Führungstor von Delgado mittels Freistoß war dann allerdings unhaltbar. Stockers 3:1 machte alles klar.
Die Grasshoppers überrollten den FC Luzern von Anfang an. Das Trio Caio, Gashi und Dabbur entschieden mit ihren Toren die Partie in den Startminuten. Winter konnte zwar vor der Pause das Resultat korrigieren, nach einer Stunde stellte Lang den Dreitorevorsprung aber wieder her. Die Mannschaft von Übungsleiter Skibbe, die zuletzt schwierige Zeiten in der Führungsetage durchmachen musste, beendet die Saison auf Rang zwei, was als ein großartiger Erfolg für das junge Team gewertet werden kann.
Der Ex-Thuner Steffen brachte die Berner Young Boys bei seinem ehemaligen Club früh in Führung. Frey legte nach einer halben Stunde nach. Thun, das zu Hause seit sechs Jahren nicht mehr gegen den Kantonsrivalen verloren hatte, verzweifelte nicht zuletzt am starken Berner Torhüter Mvogo. Den Schlusspunkt setzte der eingewechselt Kubo in der Nachspielzeit. Die Chance auf zwei Berner Clubs in der Europa League ist aber immer noch intakt.
Andreas Beck, Bern
Dieses Zugriffs-Blabla, das ist alles so ein neumodisches Fußballzeugs, das hängt mir wirklich zum Hals heraus.
— Alfred Tatar nach einem Wiener Derby FK Austria gegen Rapid.