Gelungener Einstand Tuchels

von Günther Jakobsen12:48 Uhr | 31.07.2015

Borussia Dortmund ist der Europa League-Teilnahme ein Stückchen näher gerückt. In der 3. Qualifikations-Runde gewannen die Schwarzgelben auswärts beim Wolfsberger AC mit 1:0.

"Am Ende hat die Partie Nerven gekostet", gab BVB-Sportdirektor Michael Zorc zu. Mit den ersten 60 Minuten des Gastspiels beim Wolfsberger AC durften die Schwarzgelben beim Pflichtspiel-Debüt Thomas Tuchels aber ziemlich zufrieden sein. Gegen zunächst tief gestaffelte Österreicher hatte Aubameyang bereits in der 2. Minute die Führung auf dem Kopf - platzierte das Spielgerät jedoch neben den Kasten. Als der WAC in der 14. Minute einmal weit aufgerückt war, nutzte Dortmund die Chance: Aubameyang, der den Ballgewinn in der eigenen Hälfte erzwang, setzte auf halblinks Mkhitaryan ein. Der Armenier spurtete Richtung Wolfsberger Tor und legte butterweich für Hofmann auf, der freistehend vollstreckte. Tuchels Team hatte die Partie völlig im Griff, wenngleich man in der Folgezeit nicht allzu viele klare Torchancen herausspielte. Nach hinten jedenfalls brannte nichts an.

Auch in der zweiten Hälfte dominierte der BVB zunächst unangefochten. Nach etwa einer Stunde jedoch änderte sich das Bild. Die Gastgeber gingen energischer zu Werke und trugen in der 61. Minute einen Angriff vor, der leicht hätte den Ausgleich bedeuten können. Zündel schoss jedoch aus zehn Metern über den Querbalken. Wolfsberg setzte nach und Dortmund wackelte: Auf der Linie stehend rettete Mkhitaryan per Kopf gegen Trdinas Kopfball (71., nach einer Ecke). Neuzugang Bürki, den Tuchel für dieses Spiel zwischen die Pfosten gestellt hatte, musste ebenfalls seinen Teil dazu beitragen, dass der BVB in der Schlussphase ungeschoren davon kam. "Außer Mats Hummels hat noch kein Spieler 90 Minuten gespielt, so sah es am Ende auch aus", kommentierte Tuchel die Probleme der Schwarzgelben, denen nach einem intensiven Trainingslager ausgangs der Partie die Kräfte schwanden.



So einen Mann muss ich lieben. Ich will das mal mit der Oper vergleichen. Manni war bis zuletzt ein großartiger Sänger. Etwas älter zwar, aber noch immer mit einer sehr guten Stimme.

— Werder-Trainer und Klassik-Experte Otto Rehhagel zum Karriere-Ende von Manfred ,,Manni" Burgsmüller.