Halbzeit in Irland

von Günther Jakobsen17:04 Uhr | 08.06.2013

Nordirland und Schottland haben ihre Saison längst beendet, derweil man in Irland gerade die Halbzeit der Meisterschaftsserie einleitet. Gemeinsam ist diesen drei britischen Verbänden die Teilnehmerzahl von jeweils zwölf Teams. Anders als Irland schlossen Nordirland und Schottland ihre Serien jedoch mit Play-off-Runden ab.

Irland (League of Ireland)
In der höchsten Spielklasse Irlands, nach einem Sponsor derzeit Airtricity League betitelt, ist die erste Halbserie fast beendet. Mit 36 Punkten (16 Spiele) führt St. Patrick’s Athletic die zwölfköpfige Konkurrenz an, vor Titelverteidiger Sligo Rovers (31/15 Spiele). Aufsteiger Limerick FC hielt bislang gut mit, weist als Sechstplatzierter 19 Zähler aus. Am 15. Spieltag hatten die „Superblues“ (Limericks Spitzname) den Meister zu Gast und erreichten ein 0:0-Remis, das Manager Stuart Taylor zufrieden stellte: „Sligo hat eine exzellente Mannschaft. Aber ich denke, wir haben uns gut verkauft und die Punkteteilung war verdient.“ Recht deutlich abgeschlagen rangiert Shelbourne FC am Tabellenende (6 Zähler). Der 13-malige irische Meister konnte bis dato lediglich ein einziges Spiel gewinnen (1:0 gegen UC Dublin).

Nordirland (IFA Premiership)
Das Meisterschaftsrennen der Saison 2012/13 entschied der älteste nordirische Klub, Cliftonville FC (gegr. 1879) für sich. Schon nach der Vorrunde, in der die zwölf Erstligaklubs je 33 Spiele austrugen, lag der von Tommy Breslin gecoachte Klub klar an der Spitze (79 Punkte). Nach dieser Vorrunde wurde das Teilnehmerfeld geteilt: Die ersten sechs Teams bildeten die Meisterplayoff-Runde (die Klubs traten je einmal gegeneinander an), derweil die andere Hälfte gegen den Abstieg spielte. Da in beiden Gruppen die Punkte der Vorrunde mitgenommen wurden, hielten sich die Überraschungen in Grenzen. Am Ende ging Cliftonville (91 Punkte) als Erster vor dem ärgsten Verfolger Crusaders FC (83) über den Zielstrich. In der Abstiegs-Gruppe musste die schon nach der Vorrunde am Tabellenende durchhängende Mannschaft von Lisburn Distillery den direkten Weg in die zweite Liga nehmen, während der Vorletzte, Donegal Celtic, nach den verlorenen Relegationsspielen gegen Warrenpoint Town abstieg.

Schottland (Scottish Premier League)
Im 15. Jahr ihres Premier League-Daseins bot die höchste schottische Spielklasse in Sachen Titelkampf keine Spannung. „Serientäter“ Celtic Glasgow (44 Titel) wurde seiner Favoritenrolle gerecht und lag schon nach Abschluss der Hauptrunde (33 Spiele) deutlich an der Spitze des Zwölferfeldes (69 Punkte). Das zweitplatzierte Team von Motherwell FC war bereits deutlich distanziert (54). Somit durfte Celtic schon nach dem ersten Spiel der Meisterschafts-Play-offs (die ersten sechs Mannschaften), einem 4:1-Erfolg über Inverness CT, das Saisonziel als erreicht abhaken. In der Abstiegsrunde spielte sich - unter umgekehrten Vorzeichen - ein vergleichbarer Ablauf ab: Dundee FC hatte bereits in der Hauptrunde einen zu großen Rückstand eingefahren, um sich noch vom Tabellenende lösen zu können. Der Aufsteiger des Vorjahres musste somit umgehend zurück in die Zweitklassigkeit. Die Glasgow Rangers, einer der prominentesten Vertreter des schottischen Fußballs, waren in dieser Serie gar nicht erst am Start. Der insolvente 54-malige Meister wurde in die Third Division zwangsversetzt.



Haha, das hat er aber schön gesagt, haha, die Bayern werden benachteiligt...

— Trainer-Legende und Schach-Großmeister Felix Magath bei Sky zur Aussage von Bayern-Vorstand Hasan Salihamidzic, wonach die Münchner in der Bundesliga benachteiligt würden...