Medien: Turiner Staatsanwaltschaft weitet Ermittlungen gegen Juve aus

von Jean-Pascal Ostermeier | sid11:29 Uhr | 29.11.2021
Cherubini (r.) wurde stundenlang befragt
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Die Turiner Staatsanwaltschaft weitet die Ermittlungen gegen Italiens Fußball-Rekordmeister Juventus Turin wegen möglichen Bilanz-Unregelmäßigkeiten aus. So wurde stundenlang der neue Fußball-Chef Federico Cherubini befragt, der vor einigen Monaten den zu Tottenham Hotspur gewechselten Fabio Paratici befördert hat.

Cherubini, gegen den keine Ermittlungen laufen, antwortete neun Stunden lang als Zeuge auf die Fragen der Staatsanwälte bezüglich Spielertransfers und Finanz-Operationen in den Jahren seit 2018. Dies berichtete die Gazzetta dello Sport.

Die Staatsanwälte wollen Licht in die Vorgänge bringen, die dem an der Mailänder Börse notierten Klub in drei Jahren Kapitalgewinne in Höhe von 282 Millionen eingebracht haben. In den nächsten Tagen wollen die Ermittler weitere Zeugen anhören, die in der Lage sein sollen, die Dokumente, Zahlen und Transaktionen zu erklären.

Die "Prisma" genannte Untersuchung richtet sich auch gegen Klubchef Andrea Agnelli und gegen Vizepräsidenten Pavel Nedved. Insgesamt laufen Ermittlungen gegen sechs Funktionäre des Klubs.

(sid)



Bei uns springen vorne ja schon genug kleine Leute herum, was nützt mir da noch ein weiterer, dem du eine Leiter hinstellen musst, wenn er köpfen will?

— Wolfgang Wolf