Holstein Kiel gewann auch das Rückspiel in Kassel und zog damit souverän in die 3. Liga ein. Lotte wehrte sich verbissen gegen Leipzig und erzwang eine Verlängerung, die jedoch unglücklich für den West-Meister lief. Wegen starker Regenfälle musste das dritte Relegationsspiel (1860 München II - SV Elversberg) verschoben werden.
„Kiel ist der verdiente Sieger nach den beiden Spielen. Wir kamen heute mit ziemlicher Wucht aus der Kabine und wollten das erste Tor schießen, dem war aber nicht so“, zeigte sich Hessen Kassels Coach Uwe Wolf als fairer Verlierer. Seine Akteure hatten sich kampfstark ins Zeug gelegt, um die 0:2-Hinspielniederlage auf eigenem Platz wettzumachen. Kiels frühe Führung - Heider traf im Anschluss nach einem Freistoß der „Störche“ aus acht Metern (20.) - verschaffte den Norddeutschen jedoch eine ideale Basis für dieses Rückspiel. Müller staubte zwar noch kurz vor der Pause zum 1:1-Ausgleich ab, nachdem ein Kopfball Gaedes von der Querlatte zurückprallte (45.). Die Hoffnung des KSV auf ein Wunder dauerte allerdings nur bis zur 60. Minute: Nach Siedschlags Eckstoß kam der Ball über Sykora zu Gebers, dessen 2:1-Treffer den Aufstieg der „Störche“ endgültig besiegelte und den Endstand dieser Partie markierte.
„Lotte hat 38 Spiele gemacht, wir nur 30. Das merkt man, wenn es über 120 Minuten geht“, brach RB-Coach Alexander Zorniger eine Lanze für die Sportfreunde Lotte, die RB Leipzig nach spannenden 90 Minuten eine Verlängerung abgerungen hatten. Durch Willers’ Treffer aus der 25. Minute lagen die Gastgeber im Soll, den 0:2-Rückstand des Hinspiels aufzuholen. Dieses Ergebnis stand auch zur Pause, weil beide Teams ihre Treffer-Möglichkeiten verpassten. Nach dem Seitenwechsel lief Lotte zunehmend die Zeit davon; Leipzig freundete sich mit dem Gedanken an, die knappe Niederlage über die Zeit zu bringen. Spät in der Nachspielzeit fiel der abgefälschte Ball jedoch Schmidt vor die Füße, der mit dem 2:0 den Ausgleich in der Gesamtbilanz erstellte - und die Verlängerung erzwang. Da dauerte es jedoch nicht lange, bis die Gäste wieder einen Vorteil herausholten: SF-Kapitän Willers wurde von Morys so unglücklich angeschossen, dass der Ball ins eigene Tor prallte (94.). Diese günstige Situation ließen sich die Leipziger nicht mehr entreißen. Als schließlich nach einem Foul an Morys Kutschke den Elfer zum 2:2-Endstand verwandelte, hatten sich auf die letzten Zweifel an Leipzigs Relegationserfolg verflüchtigt (110.).
Der saß auf der Tribüne und schwenkte ein T-Shirt über dem Kopf. Sein Name ist Diego.
— Ruud van Nistelrooy nach dem 0:0 gegen Argentinien auf die Frage nach dem besten Südamerikaner