Lazio gewinnt Pokal und Europa League-Zugang

von Günther Jakobsen13:09 Uhr | 27.05.2013

Auf den letzten Drücker hatte sich die Roma in der Tabelle noch vor Lazio platzieren können. Wichtiger war für beide Klubs jedoch das Pokalfinale, da der Sieger auch für die Europa League startberechtigt war. Und in diesem Match hatte Lazio die Nase vorn. Lulic’ 1:0-Siegtreffer entschied das umkämpfte, aber nicht sonderlich attraktive Spiel.

Lazios sechster Coppa Italia-Erfolg, festgemacht durch den 1:0-Sieg über den AS Rom, war nicht unverdient. Viele interessante Torraumszenen gab das römische Derby nicht her, Lazio erarbeitete sich von den wenigen Möglichkeiten aber noch die Mehrzahl. Zweimal war Klose in der ersten Halbzeit nah dran, seine Farben in Führung zu bringen. Als Roma-Keeper Lobont in der 3. Minute einen Schuss von Lulic zur Seite abwehrte, zog der DFB-Stürmer aus spitzem Winkel ab, traf jedoch nur ins Außennetz. In der 34. Minute scheiterte Klose mit einem Kopfball an Lobont. Lazio-Schlussmann Marchetti hatte keine Gelegenheit sich auszuzeichnen. Bradley (10.) und Destro (45., Kopfball) verfehlten bei den beiden nennenswerten Roma-Abschlüssen vor der Pause das gegnerische Gehäuse.

„Es war ein ziemlich schlechtes Spiel“, versuchte Roma-Coach Aurelio Andreazzoli gar nicht erst, die Sache schönzureden. Vor allem mit den ersten 45 Minuten seines Teams war er überhaupt nicht einverstanden. „Als es schien, wir könnten in der zweiten Halbzeit das Steuer herumreißen, nutzte Lazio seine Chance …“, berichtete der enttäuschte Coach. In der 71. Minute lenkte Lobont eine Flanke Candrevas in den Lauf von Lazio-Akteur Lulic, der den Ball aus kurzer Distanz über die Linie drückte. Zwei Minuten später vereitelte Marchetti mit einem starken Reflex die Ausgleichschance von Destro - damit war die letzte große Möglichkeit des Finals vertan.

André Schulin



Ich werde hier nicht sagen, was mir durch den Kopf geht, wenn es Winter ist, wenn es regnet und wir aus dem Bus steigen, wenn wir gegen einen kleinen Gegner aus dem Norden spielen.

— Marcel Desailly