Das Europa League-Finale in Amsterdam wird zwischen Benfica Lissabon und Chelsea FC ausgetragen. Mit jeweiligen 3:1-Heimerfolgen setzten sich die Favoriten in den Halbfinals durch.
Chelsea FC hatte bereits dank des 2:1-Hinspielsieges gute Voraussetzungen, das Duell mit dem FC Basel für sich zu entscheiden. Vor eigenem Publikum wurde es für die „Blues“ allerdings kein Selbstläufer; vor allem die beiderseits mit etlichen Torszenen gespickten ersten 45 Minuten ließen einen möglichen Erfolg der Schweizer offen. Und als Salah das Leder direkt vor dem Pausengang perfekt um „Blues“-Keeper Cech herum ins linke Eck schlenzte, durften sich die Gäste berechtigte Hoffnungen machen (45.). Diese wurden jedoch brüsk zerstört: Ein Doppelschlag durch Torres (50.) und Moses (52.), denen der jeweils zuvor abgewehrte Ball in kurzer Tordistanz vor die Füße fiel, kippte das Spiel zugunsten Chelseas. Ein herrlich angeschnittener Schuss von Luiz zum 3:1-Endstand setzte dem erfolgreichen Zwischenspurt der „Blues“ die Krone auf (59.). Frei traf mit einem abgefälschten Schuss danach noch die Querlatte des Londoner Tores, zu einer Wende war Basel aber nicht mehr in der Lage.
Benficas intensiver Druck zahlte sich früh aus. Bereits in der neunten Minute egalisierte Gaitans 1:0-Treffer die Niederlage der Portugiesen in Istanbul. Es dauerte jedoch nicht allzu lange, bis die Vorteile wieder auf Fenerbahces Seite lagen: Aller Proteste Benficas ungeachtet verhängte Schiedsrichter Stephane Lannoy einen Handelfmeter gegen die Portugiesen, den Kuyt abgezockt zum 1:1-Ausgleich nutzte (23.). Aus 15 Metern, zentraler Position, kickte Cardozo noch vor dem Seitenwechsel Benficas erneute Führung heraus (35.), die Auswärtstorregel begünstigte aber die Gäste. Eine Verletzung Gönüls, der zeitweilig bewusstlos war, sorgte für eine mehrminütige Unterbrechung (58.). Fenerbahce hatte bereits in der ersten Hälfte verletzungsbedingt wechseln müssen (44., Sahin). Benfica aber setzte seinen Offensivlauf fort und war ein zweites Mal durch Cardozo erfolgreich, der freistehend aus etwa sieben Metern zum 3:1 abschloss (66.). Dann änderte sich das Bild: Die Gäste mussten aufmachen, was ihnen offenkundig schwer fiel. Nachdem Lissabons Schlussmann Artur schließlich einen Kopfball von Korkmaz in der Nachspielzeit pariert hatte, war die letzte kritische Situation überstanden.
Ich liebe das Zentrum von London, weil die Leute da einen Dreck drauf geben, wer du bist.
— Teddy Sheringham