Am zweiten Tag des Achtelfinales im DFB-Pokal setzte sich einzig der FC Bayern absolut souverän durch, während Frankfurt und Wolfsburg Mühen mit ihren Gästen aus der 2. Liga hatten, und Leverkusen mit viel Glück in Freiburg das Viertelfinale erreichte.
Arjen Robben brachte den FC Bayern München zwar bereits nach vier Minuten beim FC Augsburg in Front, musste allerdings nach 16 Minuten mit einer tiefen Risswunde im Knie ausgewechselt werden. Er dürfte erst im nächsten Jahr wieder auflaufen können. Mit dem bis dahin besten Spieler auf dem Platz fehlte dem FCB danach lange Zeit der Antrieb, der FCA wurde dennoch sicher beherrscht. Spätestens nach dem 2:0 durch Thomas Müller (78.) war die letzte Hoffnung der Hausherren jedoch perdu.
Ein Ruhmesblatt gab Bayer 04 Leverkusen beim SC Freiburg nicht gerade ab, hatte am Ende aber doch irgendwie die Nase vorn. Nur gut eine halbe Minute Spielzeit benötige die Werkself, um mit der Hilfe vom SC-Sechser Höfler durch Kruse in Führung zu gehen. Freiburg brauchte eine knappe Viertelstunde und viel Glück, um weitere Gegentreffer zu verhindern. Dann übernahmen die Gastgeber das Zepter und glichen verdient durch Ginter (19.) aus. Ein weiterer vermeintlicher Treffer des besten Freiburgers wurde nicht anerkannt (37.). Nach der Pause blieb Freiburg das bessere Team, ehe sich die Fehler auf beiden Seiten häuften. Ein trockener Überraschungsschuss von Can aus 20 Metern brachte Bayer am Ende den glücklichen Sieg (78.).
Ein Dreierpack von Angreifer Josule entschied die Partie zwischen Eintracht Frankfurt und Zweitligist SV Sandhausen. Der Spanier traf zuerst in der 19. und 49. (Foulelfmeter), doch der SVS glich per Doppelpack aus (64., Rode-Eigentor; 66., Tüting). Kadlec (72.) und nochmals Josule in der Nachspielzeit sorgten allerdings für den letztlich verdienten Erfolg der Hessen.
Auch der VfL Wolfsburg musste lange warten, ehe das Viertelfinale gegen den FC Ingolstadt 04 durchgesetzt war. Ein schöner Konter der geschickt verteidigenden Audi-Städter, den Caiuby (17.) gegen seinen Ex-Klub erfolgreich abschloss, schockte die Wölfe erheblich. Obwohl Diego wieder dabei war, erspielten sich die Hausherren wenig gute Möglichkeiten. Beim Ausgleich durch Naldo (66.) sah Keeper Özcan nicht sonderlich gut aus, und auch beim Siegtreffer des abstaubenden Olic (89.) hatte der Schlussmann den Ball genau vor die Füße des Torschützen abgewehrt. Wolfsburg enttäuschte doch arg, wogegen die Ingolstädter vor allem in der Defensive ein richtig gutes Spiel hinlegten.
Bayern kann jeder. Schalke muss man wollen.
— Bodo Menze, Ex-Nachwuchskoordinator von Schalke 04.