Girondins Bordeaux ließ sich von der Eintracht überraschen - die schnelle 2:0-Führung tat den Hessen gut, im ersten Spiel der Gruppe F. Der 3:0-Endstand war vielleicht etwas zu deutlich, Frankfurts Sieg jedoch verdient.
Eintracht-Neuzugang Vaclav Kadlec bewies auch bei Frankfurts Europapokal-Comeback, dass seine Verpflichtung ein guter Griff war: In der 4. Minute war der Tscheche zur Stelle, um die Hessen aus kurzer Distanz in Führung zu bringen. Glück hatte man allerdings, dass seine Abseitsstellung nicht erkannt wurde. Erst nachdem Russ, ebenfalls aus Nahdistanz, nach einer Flanke Barnettas das 2:0 markiert hatte (16.), rafften sich die Gäste aus Bordeaux zu einer engagierten Gegenwehr auf. Die Eintracht setzte nun auf Konter - und der flotte Spielverlauf eröffnete Torchancen hüben wie drüben. Girondins vergab seine größte Möglichkeit, als Pokos Kopfballaufsetzer aus der 25. Minute hauchdünn links am Frankfurter Kasten vorbei flog.
Gästekeeper Carrasso sowie Girondins Abwehrmauer sahen sehr schlecht aus, als Djakpa in der 52. Minute per Freistoß zum 3:0 traf. Immerhin ließ der französische Pokalsieger auch nach diesem Nackenschlag keine Resignation erkennen. Die Aussichten, diesem Spiel noch eine Wende zu geben, waren indes dahin - zumal man ab der 62. Minute zu zehnt auskommen musste (Rote Karte für Orban nach Notbremse gegen Aigner). Frankfurt gab sich mit dem Resultat zufrieden, so dass die Franzosen zwar noch diverse Vorstöße gen Eintracht-Sechzehner vortragen konnten, eine Ergebniskosmetik dabei jedoch verpassten. Armin Veh nahm den Erfolg zum Anlass, sich für die stimmungsvolle Kulisse zu bedanken: „Wenn die Mannschaft so gut ist wie das Publikum, können wir sehr sehr weit kommen“.
André Schulin
Ich hab dat sofort geliked oder wie dat heißt.
— Christoph Daum, Ex-Bundesliga-Trainer, in der Talkshow ,,Kölner Treff" über Genesungswünsche per Instagram.