RB Leipzig beendete die Saison 2012/13 als klassenhöchstes Team im deutschen Fußball, das eine komplette Saison ohne Niederlage hinlegte. Zwickau überraschte ausgesprochen positiv.
Versagen verboten: Angesichts der potenten Sponsoren-Rückendeckung (Red Bull) ging der RasenBallsport Leipzig e.V. ein weiteres Mal nicht nur unwidersprochen als hoher Titelfavorit in die Punktspielserie, man hatte sich darüber hinaus auch den Erfolg in der Aufstiegsrunde zum Ziel gesetzt. Das Vorhaben gelang. Das Team von Trainer Alexander Zorniger schloss die Saison mit 14 Punkten Vorsprung vor Verfolger Carl Zeiss Jena (58 Punkte) souverän ab, stellte den besten Torschützen in der Staffel (Frahn, 20 Treffer) und setzte sich schließlich - wenn auch knapp - in der Relegation gegen die Sportfreunde Lotte (Meister der Regionalliga West) durch, um in die 3. Liga aufzusteigen. „Ein viertes Jahr in der 4. Liga wäre bitter gewesen“, mochte sich Frahn ein abermaliges Scheitern nicht näher vorstellen. Der Erfolg wirkte sich positiv für Zorniger aus, mit dem man eine Vertragsverlängerung über die anstehende Drittliga-Saison hinaus vereinbarte.
Da für den Aufstieg nur Platz eins von Relevanz war, brauchte sich RB Leipzigs Konkurrenz angesichts der Stärke der „Roten Bullen“ während dieser Spielzeit schon nach absolvierter Hinserie keinen Illusionen mehr hingeben. Carl Zeiss Jena, FSV Zwickau und der Berliner AK (letztere mit jeweils 53 Zählern) hoben sich zwar deutlich vom Verfolgerfeld ab, blieben aber ohne Chance, sich auf sportlichem Wege eine Klasse hochzuarbeiten. Für den zuvor fünftklassigen FSV Zwickau war das Erreichen des vierten Ranges ein Riesenerfolg - man hatte sich als Aufsteiger Platz drei gekrallt. Als nächstbester Neuling eroberte die TSG Neustrelitz Rang acht (40 Punkte) in der Endabrechnung. Für den Torgelower SV Greif lohnte sich der Aufstieg nicht: Sportlich konnte man in der Regionalliga nicht konkurrieren und finanziell kam das Aus im Mai 2013 (Insolvenz). Die U23 des FC Energie Cottbus (20 Punkte) war ebenfalls nicht stark genug, die Klasse zu halten. Das von Vragel da Silva gecoachte Nachwuchsteam wird in der Oberliga Süd einen neuen Anfang machen.
Die Gitarre und das Tor.
— Der Jugend-Kicker begibt sich für Bodo Illgner in die Rubrik ,,Die kreative Zeile."