Souveräne Eintracht

von Günther Jakobsen12:58 Uhr | 25.10.2013

Ungefährdet baute Frankfurt seinen Punktstand in der Gruppe F auf maximale neun Zähler aus. Gegen die Gäste aus Tel Aviv, die lange in Unterzahl spielen mussten, gab es lediglich in der Anfangsphase einen kritischen Moment.

Es hätte gut und gern das dritte 3:0 der Frankfurter in der Gruppenphase werden können, aber Armin Veh war auch mit dem 2:0 sehr zufrieden: „Wir nehmen die Europa League sehr ernst und haben heute einen großen Schritt gemacht in Richtung K.o.-System“. In den ersten Minuten verteilten sich die Torraumszenen: Meiers nicht ungefährlichen Kopfball parierte Maccabis Keeper Pablo (4.), während Eintrachts Schlussmann Kraft einen Schuss Ben Haims abwehren musste (5.). Einen weiteren Kopfball Meiers aus der 12. Minute konnte Pablo gerade noch gegen den Pfosten lenken, der nachsetzende Kadlec drückte den Abpraller jedoch zum 1:0 für die Gastgeber ins Netz. Frankfurt war in der Folge klar spielbestimmend und erhielt einen weiteren Vorteil, als Tel Aviv in der 34. Minute dezimiert wurde: Ben-Haim sah nach einem Handspiel die Gelb-Rote Karte.

Das längst überfällige zweite Tor der Hessen fiel in der Frühphase des zweiten Durchgangs. Wieder einmal kam Meier, nach einer Ecke Barnettas, zu einem Kopfball - und diesmal passte es. Pablo hatte auf kurze Distanz überhaupt keine Chance (53.). Tel Aviv hatte anschließend genug damit zu tun, den Rückstand nicht höher ausfallen zu lassen. Eigene Torchancen holten die von Paulo Sousa gecoachten Israelis nicht mehr heraus. Kadlec (64./67.) und Lakic (84.) verpassten Frankfurts Möglichkeiten auf weitere Treffer. In der Tabelle blieb Tel Aviv immerhin noch Zweiter (4 Punkte), hinter der Eintracht (9), deren Einzug in die nächste Runde nach diesem Zwischenstand beschlossene Sache sein sollte.

André Schulin



Der hebt nicht ab, da ist der gar nicht der Typ zu.

— BVB-Trainer Bert van Marwijk über Nuri Sahin, den von 2005 bis 2020 jüngsten Dortmunder Bundesligaprofi aller Zeiten.