Der FC Basel reiste mit nur einem Punkt aus Thun zurück, während den Berner Young Boys ihre Angst vor Big Points wieder einmal in die Quere kam. Auch die Grasshoppers konnten nicht profitieren. Sie bekamen die aktuelle Stärke des FC Zürich zu spüren. Aarau verschaffte sich etwas Luft im Strichkampf, und beim Spiel des FC Sankt Gallen gegen Luzern gab es wenig Erbauliches.
Nach dem anstrengenden, wenn auch erfolgreichen Programm in der Europa League musste der FC Basel beim Angstgegner FC Thun antreten. Die Gastgeber begannen engagiert, waren aber im Abschluss ungenügend. Der Leader war in Sachen Effizienz eine Klasse besser. Gleich bei der ersten Torchance verwertete Streller ein Zuspiel von Degen zur Führung. Nach dem Seitenwechsel erhöhte Philipp Degen auf 2:0. Nicht unverdient kamen die Berner Oberländer zehn Minuten vor Schluss durch Wittwer wieder heran. Den Schlusspunkt setzte Ajeti, der einen langen Ball von Thuns Torhüter Faivre ungewollt mit dem Kopf ins eigene Tor verlängerte. Die Punkteteilung ging in Ordnung.
Die Chance zum Leader aufzuschliessen verspielten sich die Berner Young Boys bereits vier Tage vorher. Gegen einen stark auftretenden FC Sion führten Mängel in der Defensive zu einer 3:0-Niederlage durch Tore von Vanczak, Christofi und dem eingewechselten Leo. Die neue Ausrichtung von Trainer Ponte zeigte Wirkung. Auch die Gelb-Rote Karte für Perrier kurz vor dem Abpfiff konnte der Walliser Freude über den ersten Sieg seit acht Runden keinen Abbruch tun. Bester Mann bei den wohl etwas allzu locker eingestellten Bernern war Torhüter Mvogo, der einige weitere Torchancen zunichte machte.
Im Zürcher Derby bestätigte der FC Zürich gegen die Grasshoppers seine gute Form. Herausragend dabei war Mario Gavranovic, der das 1:0 und das 3:0 selber schoss und beim 2:0 durch Rikan die Vorlage gab. Die Grasshoppers liessen sich aber nicht hängen und kamen vor verhältnismässig gut besuchtem Haus durch Dabbur zum Ehrentreffer.
Der FC Aarau konnte dank einem Tor von Neuzuzug Andrist zum 1:0 Sieg über Lausanne-Sport und verschaffte sich dadurch wieder ein 12-Punkte-Polster über dem Strich. Andrists Tor war von artistischem Wert. Der Ex-Basler legte sich den Ball im Stile eines Jongleurs auf und schloss volley ab.
Treten an Ort hiess es weiterhin beim Spiel des FC Sankt Gallen gegen den FC Luzern. Die Sankt Galler führten zwar nach 19 Sekunden bereits durch ein rätselhaftes Eigentor von Puljic und waren nach der Gelb-Roten Karte gegen Stahel gar in Überzahl. Doch ein Foul an Kahraba im Strafraum ermöglichte Rangelov kurz vor Schluss den Ausgleich vom Punkt. Der Bulgare liess sich nicht zweimal bitten.
Andreas Beck, Bern
Mir sin noch net im Finale, mir müsset erst Fußball spiele!
— Christian Streich, Trainer des SC Freiburg, vor dem Pokal-Halbfinale beim Hamburger SV (3:1) in der ARD.