VfB nach Arbeitssieg weiter

von Günther Jakobsen12:24 Uhr | 28.02.2013

Stuttgarts höhere Qualität setzte sich letztendlich nicht unverdient gegen den Zweitligisten aus Bochum durch, der seine kämpferischen Mittel in die Waagschale warf, jedoch nicht das nötige Extra-Quantum Durchschlagskraft und Raffinesse aufbrachte, um für eine Überraschung zu sorgen.

VfL-Keeper Luthe steckte sich in höchstem Maße und war doch chancenlos, als Gentners 20-Meter-Schuss, von Eyjolfssons rechtem Bein in der Flugbahn noch ordentlich verändert, Stuttgarts 1:0-Führung markierte (18.). Überraschend war diese Entwicklung nicht, da die favorisierten Schwaben zuvor schon die Spielregie für sich beanspruchten. Harnik (13.) und Gentner (14.) hatten das Leder jeweils nur knapp über den Querbalken gesetzt. Der Gegentreffer lockte die Gäste nicht aus der Reserve; Bochum blieb zuvorderst darauf bedacht, seine Defensivreihe zu schließen. Somit konnte der VfB daran arbeiten, dem Halbfinaleinzug in Form weiterer Treffer noch näher zu kommen - klare Chancen blieben indes Mangelware. Die Partie wurde zäh, ohne bemerkenswerte Höhepunkte hüben wie drüben. Harnik (24., links vorbei) und Boka, dessen Abschluss Luthe allerdings wenig Mühe bereitete (37.), hatten noch am ehesten eine Spielstandsveränderung auf dem Fuß.

Die lebhafteste Phase der Begegnung spielte sich in den zehn Minuten nach Wiederanpfiff ab, als die Gäste aus ihrem Schneckenhaus herauskamen. Zunächst jedoch zeigte Macheda mit einem nicht ungefährlichen Aufsetzer, dass er mittlerweile am Spiel teilnahm (ab 46. für Okazaki). Luthe verhinderte einen höheren Rückstand der Bochumer (47.), die dann vor Ulreichs Kasten vorstellig wurden. Eyjolfsson (48., Ulreich hält) und zweimal Tasaka (49., knapp vorbei/52., Ulreich pariert) sorgten für Unruhe beim Gastgeber. Der VfB beruhigte das Spiel in der Folgezeit, wirkte aber längst nicht mehr so abgeklärt wie vor der Pause. Ein vorbildlicher Konter brachte dann die Entscheidung: Harnik setzte Traore auf halblinks ein, dessen Querpass von Ibisevic flach im linken Eck platziert wurde (81.). „Das zweite Tor haben wir hervorragend herausgespielt, aber ich hätte mir gewünscht, dass wir das noch häufiger gemacht hätten“, meinte Bruno Labbadia anschließend. Bochums Übungsleiter Karsten Neitzel gratulierte dem VfB, trauerte aber den verpassten Möglichkeiten der zweiten Halbzeit nach: „Wir sind wahnsinnig enttäuscht, denn gerade in der zweiten Hälfte haben wir einen wirklich guten Job gemacht.“

André Schulin



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