«Making of.. #HUMANRIGHTS»: Fan-Kritik für DFB-Video

von Marcel Breuer | dpa11:47 Uhr | 27.03.2021
Die Menschenrechts-Aktion der DFB-Elf vor dem Spiel gegen Island sorgt weiter für viel Aufsehen. Foto: Tobias Schwarz/AFP-Pool/dpa
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Duisburg/Bukarest Die Menschenrechts-Aktion der deutschen Fußball-Nationalmannschaft vor dem WM-Qualifikationsspiel gegen Island sorgt weiter für viel Aufsehen.

Nach den überwiegend positiven Reaktionen rund um das Spiel in Duisburg bekommt der Deutsche Fußball-Bund (DFB) für die Veröffentlichung eines Videos unter dem Titel «Making of.. #HUMANRIGHTS» nun aber auch Kritik.

Am Tag nach dem Spiel hatte der DFB im Internet einen 63-Sekunden-Clip veröffentlicht, in dem zu sehen ist, wie unter anderen Kapitän Manuel Neuer, Ilkay Gündogan und Leroy Sané ihre schwarzen T-Shirts mit den Buchstaben in weißer Farbe bemalen. Diese hatten die elf Spieler dann als Schriftzug «Human Rights» (Menschenrechte) vor dem Anpfiff zum mit 3:0 gewonnenen Spiel gegen Island präsentiert. Damit zielte die Mannschaft auch auf die Arbeitsbedingungen im WM-Gastgeberland Katar ab.

Wie bei vielen DFB-Aktionen der jüngeren Vergangenheit wurde die Veröffentlichung des Videos nun im Internet mehrfach kritisch kommentiert. Der Vorwurf: Der gute Grundgedanke der Aktion werde durch ein Marketingvideo verwässert und beschädigt, äußerten mehrere Nutzer. Kritisch wurde auch die Doppelmoral thematisiert, dass zum Beispiel die Bayern-Spieler bei ihrem Club Werbung für die Fluglinie aus Katar machen und dort regelmäßig ihr Trainingslager abhalten.

Allerdings erhielt das Video auch zahlreiche Like-Symbole. Andere Internet-Nutzer nahmen es mit Humor. So tauchte eine Fotomontage auf, in der die Spieler den Schriftzug «MANUISGREAT» (Manu ist großartig) auf ihren Shirts haben - als Anspielung auf den 35. Geburtstag von Kapitän Manuel Neuer an diesem Samstag. Möglicherweise hätten sich die Spieler nur in falscher Reihenfolge postiert, mutmaßte der Nutzer «Joetorius» bei Twitter.

© dpa-infocom, dpa:210327-99-992895/3

(dpa)



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— Marco Reus, Borussia Dortmund, probiert es im Daily Mirror auf Englisch...