Infantino wirbt erneut für WM im Zwei-Jahres-Rhythmus

von Jean-Pascal Ostermeier | sid23:14 Uhr | 15.10.2021
Infantino weiter für WM im Zwei-Jahres-Rhythmus
FIFA-Präsident Gianni Infantino hat sich erneut für die Austragung der Fußball-Weltmeisterschaft im Zwei-Jahres-Rhythmus ausgesprochen. "Die Möglichkeit einer Reform des Kalenders mit einer Weltmeisterschaft alle zwei Jahre wurde aus der Sicht des Fußballs analysiert - und es ist möglich", sagte der Weltverbandsboss bei einer Pressekonferenz in Venezuelas Hauptstadt Caracas.

"Als vor etwa 100 Jahren beschlossen wurde, dass die Fußball-Weltmeisterschaft alle vier Jahre stattfinden sollte, hatte die FIFA 40 Mitgliedsstaaten. Es ist nun an der Zeit, die Angelegenheit zu analysieren", führte Infantino aus und bekräftigte, dass eine Entscheidung noch in diesem Jahr getroffen werden soll.


Aufgabe der FIFA ist es laut des 51-jährigen Schweizers, "dafür zu sorgen, dass der Fußball wirklich global ist". Der Präsident der FIFA ist nach dem Verständnis Infantinos "der Präsident von 211 Ländern - und jedes von ihnen hat das Recht zu träumen. Aber der Traum muss die Aussicht haben, wahr zu werden. Denn wenn man ewig träumen muss, wird man am Ende etwas anderes machen."

Die Ausrichtung einer Weltmeisterschaft in höherer Taktung in Verbindung mit der Erhöhung der Teilnehmerzahl von 32 auf 48 Auswahlmannschaften ab 2026 würde den bisher unbedeutenden Fußballnationen "mehr Möglichkeiten zur Teilnahme bieten", so Infantino.


Der Widerstand gegen den FIFA-Plan ist groß. Erst am Freitag brandmarkten die Vorsitzenden der Fußballverbände aus Dänemark, Norwegen, Schweden, Finnland und Island das Vorhaben als "schädlich für den Fußball". Radsport-Weltverbandspräsident David Lappartient äußerte im Interview mit der französischen Nachrichtenagentur AFP, er sei "besorgt über die Folgen für die Radsportwelt und unser Flaggschiff, die Tour de France." Der Deutsche Fußball-Bund hatte sich wiederholt ablehnend zu den FIFA-Plänen geäußert.

(sid)

Der Vorteil von Trainern wie Branko Zebec und Ernst Happel war ihre kuriose Sprache. Die Spieler mussten sich stark konzentrieren, um zu verstehen, was sie meinten. Deshalb kam ihre Botschaft so gut rüber.

— Felix Magath