
Sorgte für die späte Entscheidung: Christian Tiffert
Sorgte für die späte Entscheidung: Christian Tiffert
Im Sechs-Punkte-Spiel um die Champions League-Qualifikation landeten die Schwaben einen Big Point beim Deutschen Meister, der seine optische Überlegenheit nicht effektiv umsetzte. Vor dem Schlagabtausch eine Woche später gegen Schalke ein wichtiger Erfolg der Schwaben.
Nach ersten Minuten des Abtastens übernahm zunächst Werder das Kommando. Mit viel Druck bestürmten sie die massierte Deckung der Sammer-Elf. Folgerichtig hatte Klasnic zweifach die Führung auf dem Fuß. Doch nach Kopfballvorarbeit von Klose schlug der Kroate zunächst über den Ball (10.), bevor er eine Borowski-Flanke nur knapp am Gehäuse des VfB vorbei setzte (18.). Die extrem risikolos agierenden Schwaben hatten ihr offensives Highlight in der 26. Minute. Ein sehenswerter Alleingang von Hleb wurde jedoch von Ismael konsequent gestoppt. In den letzten zwanzig Minuten der ersten Halbzeit hielt dann die Langeweile Einzug. Bremen entfachte nicht mehr den Druck der Anfangsphase. Die Stuttgarter schienen mit dem torlosen Remis zur Pause sehr glücklich zu sein.
Die zweite Halbzeit begann deutlich lebhafter. Bis zur Gäste-Führung dauerte es lediglich drei Minuten. Einen Eckball von Hleb köpfte Meißner unhaltbar für Reinke zum 1:0 ein (48.). Die Norddeutschen zeigten sich keineswegs geschockt und antworteten kurze Zeit später durch Klasnic. Nach einem Steilpass von Jensen war der Stürmer mit einem Beinschuss gegen den insgesamt sehr gut aufgelegten Hildebrand zum prompten Ausgleich erfolgreich (52.). Zwar waren die Gastgeber nach dem 1:1 weiter am Drücker, Chancen ergaben sich gegen das Abwehrbollwerk der Süddeutschen jedoch nur selten. Nach einer guten Stunde hatten die Stuttgarter allerdings Glück, dass der Schiedsrichter ein Foul von Soldo an Schulz vor den Strafraum verlagerte (66.). Der folgende Standard von Klasnic blieb ähnlich harmlos wie ein Kopfballversuch von Klose (75.). Die Entscheidung in einem mittelmäßigen Spiel leitete Ismael mit seiner Gelb-Roten Karte ein (85.). Die numerische Überlegenheit nutzten die Gäste, um durch einen Abstauber von Tiffert zum glücklichen Siegtreffer zu kommen (87.). Den erneuten Ausgleich verhinderte Hildebrand gegen einen Kopfball von Borowski in der Schlussminute.
Kai Endres