Bundesliga

Spielbericht & Statistiken

Olympiastadion (Berlin) · Zuschauer: 60.500 · Schiedsrichter: Alvarado Godinez Quetzalli

» Rückspiel: Schalke - Hertha BSC 2:0

1:0 Gimenez (39.)
2:0 Gimenez (52.)
2:0
(1:0)

Die Welle von Berlin

Diesmal als Matchwinner an der Reihe: Christian Gimenez
Im Jahr 2000 stand die Hertha zum letzten Mal auf dem ersten Tabellenplatz. Nach dem ungefährdeten 2:0 (1:0) gegen Schalke war es nun wieder soweit – Fans und Spieler feierten im Anschluss ein ausgelassenes Fest.

Ihre Hertha hatte gewonnen – verdient gewonnen. 2:0 gegen den selbst erklärten Titelaspiranten Schalke 04. Ihre Hertha hat dabei wirklich überzeugt und fand sich nach sechs Jahren zum ersten Mal wieder auf den Sonnenplatz der Liga wieder. Vier Spiele, zwei Siege und zwei Unentschieden, dazu ein gutes Torverhältnis – das nationale Maß der (Fußball-) Dinge. Für manche nur eine Momentaufnahme, weil die anderen patzten und die Tabelle im Frühstadium der Saison nur wenig Aussagekraft besitzt. Und trotzdem: Die Berliner waren gut drauf, die Abwehr um Friedrich, Simunic, van Burik und Fathi war zum Punktegaranten gereift, im Mittelfeld wirbelte ein unermüdlicher Bastürk und im Sturm verstanden sich Pantelic und Gimenez immer besser. Mal ist war der Serbe, mal der Argentinier mit italienischem Pass, die zu Matchwinnern avancierten. Diesmal war erneut Gimenez an der Reihe: Unter der Woche im UEFA-Cup traf er einmal, gegen Schalke gleich zweimal. Kurz vor der Pause (39.) rutschte er in eine Flanke von Boateng, und kurz nach dem Seitenwechsel (52.) verwertete er ein feines Zuspiel von Sturmpartner Pantelic. Als Trainer Falko Götz den überglücklichen Goalgetter vom Feld nahm, bedankte er sich artig beim Publikum, das ihn frenetisch feierte.

Für die Schalker blieb die neue Saison ein zähes Unterfangen, den eigenen Ansprüchen gerecht zu werden. Das versprochene schnelle Kurzpassspiel versandete bereits im Ansatz, was nicht nur am eher lustlosen Spielmacher Lincoln lag, sondern allen Mannschaftsteilen gleichermaßen zum Vorwurf gereichte. Ein paar Fernschüsse, zwei Großchancen – mehr war nicht zu holen. Und so kamen die 60.000 Zuschauer, die sich an einem sonnigen Spätsommertag für die Fahrt ins Stadion entschieden hatten, voll auf ihre Kosten. „Oh, wie ist das schön…“, sangen die Herthafans in Schleifen noch ehe die Schlussviertelstunde begann. Die Welle schwappte durchs weite Rund und es kam tatsächlich so etwas wie Stimmung auf im Olympiastadion. Nach dem Abpfiff ließen sich auch die Spieler von der außerordentlich guten Laune anstecken, flachsten herum, umarmten sich überschwänglich, rissen immer wieder die Arme in die Luft. Viele Berliner Fans waren nämlich etwas länger als üblich im Stadion geblieben, um jeden Spieler einzeln in die Kabine zu verabschieden.

Paul Linke

Reservebank


38Patrick Ebert  (–)

20Andreas Neuendorf  (–)

21Solomon Okoronkwo  (–)

 


(5)  Hamit Altintop6

(4) Mesut Özil17

(–)  Sören Larsen9

 Trainer


Mirko Slomka
Spieltag

4. Spieltag

Freitag, 15.09.2006 Wolfsburg1:2 Hannover
Samstag, 16.09.2006 Bielefeld2:1 Bayern
Samstag, 16.09.2006 Aachen4:2 M'gladbach
Samstag, 16.09.2006 Cottbus2:0 Mainz
Samstag, 16.09.2006 Bremen2:3 Stuttgart
Samstag, 16.09.2006 Dortmund1:0 Hamburg
Samstag, 16.09.2006 Nürnberg1:1 VfL Bochum
Sonntag, 17.09.2006 Frankfurt3:1 Leverkusen
Sonntag, 17.09.2006 Hertha BSC2:0 Schalke

„Der FC Tirol hat eine Obduktion auf mich.”

— Peter Pacult