Negativ-Rekorde – Wo Greuther Fürth besser ist als Tasmania…

von Carsten Germann06:30 Uhr | 22.11.2021
Foto: Imago

Das 0:4 bei Borussia Mönchengladbach war am Samstag die zehnte Niederlage für die SpVgg Greuther Fürth in Serie. Am 13. Spieltag könnte das „Kleeblatt“ einen Uralt-Negativrekord von Tasmania Berlin übertreffen.

Dann gastiert die TSG 1899 Hoffenheim am Fürther Ronhof. Gegen die Kraichgauer konnte Fürth in der Bundesliga (0:3 / 3:3) noch nie gewinnen. Wettbewerb übergreifend gelang aber im Dezember 2020 ein Auswärtserfolg im DFB-Pokal.

Fürth nächsten Samstag mit der Rekord-NiederlagenSerie?

Eine ähnliche Kraftanstrengung wird es aus Sicht des Aufsteigers brauchen. Verliert die Mannschaft von Trainer Stefan Leitl zum elften Mal in Folge, knackt sie einen Negativ-Rekord des nicht aufgestiegenen, sondern vom DFB „berufenen“ Bundesligisten Tasmania Berlin von1965/66. Die Berliner verloren vor 56 Jahren zehn Partien nacheinander.

Aber: Sie hatten das erste Bundesliga-Spiel vor mehr als 80.000 Zuschauern im Berliner Olympiastadion mit 2:0 gegen den Karlsruher SC gewonnen.

Schlechtestes BL-Team aller Zeiten im ersten Saisondrittel

Bereits nach dem zwölften Spieltag steht fest: Fürth ist die erste Mannschaft der Liga-Geschichte, die nach dem ersten Saison-Drittel nur einen Punkt auf dem Konto hat Bei Tasmania waren es zur selben Zeitpunkt (nach Drei-Punkte-Rechnung) vier.

Vergleicht man allerdings die Zahl an Treffern und Gegentreffern zum gleichen Saison-Zeitpunkt, so hat Greuther Fürth (noch) zumindest unter einem Aspekt nicht die Horror-Zahlen der Berliner. Sie standen 1965 nach zwölf Spielen mit 6:42 Toren und einer Tordifferenz von minus 36 schlechter da als Fürth (8:33 / minus 25).

Dafür hatten Tasmania Berlin trotz der verheerenden Bilanz in dieser Phase der Spielzeit 1965/66 „nur“ einen Punkt Rückstand auf die Nichtabstiegs-Ränge und den KSC. Die SpVgg Greuther Fürth liegt nach zwölf Partien aussichtslose elf Zähler hinter Rang 15 und dem FC Augsburg.  



Ich finde es gut, wenn Bayern München Meister wird. Das ist auch gut für die Region.

— Harald Schmidt