Hecking: Wirtschaftliche Situation beim HSV nicht einfach

von Marcel Breuer07:05 Uhr | 06.07.2020
Dieter Hecking prophezeit dem Hamburger SV eine schwere Zeit. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa
Dieter Hecking prophezeit dem Hamburger SV eine schwere Zeit.

«Die wirtschaftliche Situation ist beim HSV nicht einfach. Es gibt kein Geld für viele neue Spieler, Leistungsträger sind weg, einige andere müssen womöglich verkauft werden», sagte Hecking nach der am Wochenende erfolgten Trennung vom früheren Fußball-Bundesligisten. Im Interview der Hamburger «Morgenpost» sagte der Fußball-Trainer über die anstehende dritte Zweitliga-Saison des HSV: «Vielleicht ist es jetzt die Chance, realistisch in der Zweiten Liga anzukommen. Dafür muss man dann auch die notwendigen Schritte einleiten.»



Der neue Weg solle «konsequent und mit Ruhe» weitergegangen werden. «Wenn das passiert, kann etwas Gutes entstehen. Was man nicht machen sollte, ist immer auf die Vergangenheit zu verweisen. Das war schon in dieser Saison nicht hilfreich», meinte der 55-Jährige. Hecking hatte den Job beim HSV vor rund einem Jahr angetreten, sollte den Club zurück in die Bundesliga führen. Doch am Ende reichte es für die Hamburger erneut nur zu Platz vier.

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Er habe mit Sportvorstand Jonas Boldt «sehr offen über alles kommuniziert», meinte der Trainer, dessen Vertrag sich im Falle des Aufstieges automatisch verlängert hätte. «Mit dem Duo Jonas Boldt und Dieter Hecking wird immer der Aufstieg erwartet. Diese Erwartung ist beim HSV nicht hilfreich. Auch darum haben wir uns entschieden, nicht mehr weiter zusammenzuarbeiten», sagte Hecking.

Er will sich bei der Jobsuche nicht unter Druck setzen. «Ich bin frei und werde jetzt erst mal abwarten. In der Zweiten Liga war für mich nur der HSV ein Thema, das habe ich immer gesagt. Ich sehe mich als Erstliga-Trainer. Aber im Fußball weiß man nie, was alles passieren kann.»


Nach nach Informationen der «Bild»-Zeitung soll Daniel Thioune die besten Chancen als neuer Cheftrainer des Hamburger SV haben. Der Ex-Profi des VfB Lübeck ist seit Oktober 2017 Chef beim Zweitliga-Rivalen VfL Osnabrück. Tags zuvor hatte das Blatt noch Dimitrios Grammozis (zuletzt Darmstadt), André Breitenreiter (bis 2019 in Hannover) und Alfred Schreuder (im Juni Trennung in Hoffenheim) ins Gespräch gebracht.


Thioune steht in Osnabrück seit 2013 unter Vertrag. Er arbeitete sich über die Jobs als U17- und U19-Trainer sowie Nachwuchskoordinator zum Chefcoach hoch. Sein Kontrakt in Osnabrück läuft noch ein Jahr.

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(dpa)

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