Bundesliga

Spielbericht & Statistiken

Weserstadion (Bremen) · Zuschauer: 40.100 · Schiedsrichter: Dr. Markus Merk

» Rückspiel: Bielefeld - Bremen 1:1

1:0 Niemeyer (17.)
2:0 Hugo Almeida (36.)
3:1 Sanogo (41.)
4:1 Sanogo (44.)
5:1 Mertesacker (60.)
6:1 Rosenberg (66.)
7:1 Diego (85.)
8:1 Hugo Almeida (89.)
8:1
(4:1)

Standesrechtlich erschossen

Als er vom Platz ging, stand es noch 1:0 - durch seinen Treffer:
<br>Peter Niemeyer
Schon 14 Mal hatte Bielefeld im Weserstadion verloren, diesmal aber setzte es mehr als nur eine Niederlage. In einem demütigend einseitigen Spiel legte Werder bis zur Pause bereits vier Treffer vor, hörte auch danach mit dem Tore schießen nicht auf und zerlegte den DSC in seine kleinsten Einzelteile. Am Ende stand es 8:1.

Wieder hatte Thomas Schaaf eigentlich nur eine Resteelf zusammen, in der in Abkehr zum Wolfsburg-Spiel Peter Niemeyer von Anfang an dabei war. Borowski, Frings, Alberto und Baumann standen weiterhin nicht zur Verfügung. Eine gute Viertelstunde durfte sich Bielefeld auch in Sicherheit wiegen, ausgerechnet der neue Mann schoss die Bremer dann aber in Führung; Niemeyers Treffer aus 17 Metern hatte sich bis hierhin noch nicht mal abgezeichnet (17.). Arminia war nach dem kargen Auftritt gegen Hannover auf zwei Positionen verändert, trotzdem war die Mannschaft bald nicht mehr sie selbst. Mit dem Rückstand vor Augen bekamen die Gäste kaum mehr ein Bein vor das andere, hofierten Werder auf all seinen Wegen und kurbelten selbst ein Stück weit mit an, was sich in der Folge abspielen sollte. Zwei Mal in kurzer Folge rettete Kauf zunächst auf der Linie (21.), danach sorgten Auswechslungen für eine kurze Atempause. Dann ging es los. Erst hatte Almeida keinerlei Mühe, per Kopf das 2:0 zu erzielen (36.), im Gegenzug traf Wichniarek überraschend zum 2:1. Vier Minuten später trat nicht zum ersten Mal Diego auf den Plan, legte Sanogo erst das 3:1 auf den Schädel und in fast identischer Manier gleich das 4:1 hinterher (44.) – schon zur Pause war Arminia derart bedient, dass sie lieber hätte nach Hause gehen mögen.

Da die Gäste das aber nicht konnten, schlug Werder sie noch windelweich. Nach einer weiteren Ecke schraubte sich Mertesacker in die Luft und beschenkte sich zu seinem Wiegenfest mit einem leicht regelwidrigen Tor (58.). Arminia aber war schon alles egal, mit einem der zahllosen, haarsträubenden Leichtsinnsfehler schenkte die Abwehr Markus Rosenberg das 6:1 (66.). Noch immer aber hatte Werder nicht genug, denn schließlich hatte Diego noch nicht getroffen. Sein Freistoßtrick gemeinsam mit Kumpel und Nachbar Naldo war vielleicht eines der demütigsten Tore, denn die fahlen Arminen gingen in ihrer Mauer nur noch in Deckung, weil sie einen Kracher von Naldo erwarteten (85.). Als schließlich auch noch Almeida ein zweites Mal traf (89.), hatte Bielefeld die Schlacht überstanden und zählte noch einmal zusammen: Es war tatsächlich ein 1:8 und damit schlimmer als alles, was die Ostwestfalen vorher in Bremen erlebt hatten. Werder, das mit Niemeyer, Sanogo und Wiese drei weitere Verletzte beklagte, hatte sich einmal richtig satt gegessen und sich zumindest aus der Ferne als Bayern-Verfolger zurückgemeldet. Als solcher bis vor kurzem noch gegolten zu haben, musste Arminia dagegen beschämen.

Maik Großmann

Startelf


1Tim Wiese (3)

29Per Mertesacker  (2)

25Peter Niemeyer   (2)

3Petri Pasanen (3)

4Naldo (2,5)

13Dusko Tosic (3)

20Daniel Jensen (2)

10Diego  (1)

7Jurica Vranjes  (3)

23Hugo Almeida   (1,5)

18Boubacar Sanogo    (1)

Reservebank


8Clemens Fritz  (2,5)

36Max Kruse  (2,5)

9Markus Rosenberg   (2,5)

 


(–)  Markus Bollmann6

(5,5) Markus Schuler2

(5,5) Jonas Kamper14

Spieltag

8. Spieltag

Freitag, 28.09.2007 Schalke1:0Hertha BSC
Samstag, 29.09.2007 Bremen8:1Bielefeld
Samstag, 29.09.2007 Leverkusen0:1B. München
Samstag, 29.09.2007 Hamburg2:2Wolfsburg
Samstag, 29.09.2007 Bochum3:3Nürnberg
Samstag, 29.09.2007 Karlsruhe3:1Dortmund
Samstag, 29.09.2007 Rostock2:1Stuttgart
Sonntag, 30.09.2007 Hannover2:1Duisburg
Sonntag, 30.09.2007 Cottbus2:2Frankfurt

„Das Beste in München ist immer das Mittagessen.”

— Gerhard Mayer-Vorfelder nach einer Niederlage bei den Bayern