Die schweizer Raiffeisen Super League

FC Zürich verteidigte Titel

Hat mit dem FC Zürich den Meistertitel verteidigt: Lucien Favre
Fast alle Entscheidungen der Schweizer Super League sind in der letzten Runde gefallen. Der FC Zürich sicherte sich den Meistertitel dank einem Sieg über die Grasshoppers. Sion überholte die Berner Young Boys und qualifizierte sich für den UEFA-Cup. Ein enttäuschender FC Schaffhausen stieg in die Challenge League ab und der FC Aarau muss eine Barrage gegen Bellinzona bestreiten. Die Berner Young Boys konnten trotzdem noch auf einen UEFA-Cup-Platz hoffen. Dann nämlich, wenn Basel gegen Luzern den Schweizer Cup gewinnen sollte, was hierzulande niemand bezweifelt.

7.300 Zuschauer sahen auf dem Brügglifeld einen starken FC Aarau gegen das Abstiegsgespenst und gegen den FC Sankt Gallen kämpfen. Rogerio markierte den ersten Treffer aus der Rückwärtsbewegung nach Flanke von Sermeter. Sermeter selber traf kurz danach die Latte. In der 65. Minute gelang Alex Tachie-Mensah der Ausgleich. Aber auch mit nur einem Punkt konnte Aarau den zweitletzten Platz halten. Trainer Gress wusste, dass wegen den bevorstehenden Barrage-Spielen gegen Bellinzona erst ein Etappensieg erzielt worden war.

Es dauerte fast eine halbe Stunde, ehe Mäkelä mit dem Kopf eine Hereingabe von Hämmerli verwerten konnte. Der FC Thun hatte bis dahin kaum Probleme mit Abstiegskandidat Schaffhausen. Es kam aber noch dicker für Schällibaums Truppe. Ein Eckball von Ferreira auf den Kopf von Deumi bedeutete das definitive Ende der Super League Zeit des FC Schaffhausen. Nach diesem schwachen Auftritt freute man sich auf die Bereicherung der Liga, welche durch den Wiederaufstieg von Neuchâtel Xamax zu erhoffen war.

Ein Fehler von Luzerns Ersatztorhüter Zukaj ermöglichte Saborio den frühen Führungstreffer für Sion. Der Goalie, welcher für den wegen dem Cupendspiel geschonten Zibung eingesetzt wurde, machte auch beim Distanzschuss von Carlitos keine gute Figur. Der Treffer in der 80. Minute bedeutete das Schlussresultat und die erneute UEFA-Cup-Teilnahme für den FC Sion. Im Spiel hatten die Walliser noch dreimal Holz getroffen und kaum Mühe mit dem Gegner.

Ein früher Treffer von Sterjovski vor über 31.000 Zuschauern war bezeichnend für den dominanten Auftritt des FC Basel gegen einen allerdings inferioren Gegner. Das 2:0 nach kraftvollem Einsatz von Eduardo nützte allerdings den Baslern nichts mehr. Der Titel war schon nicht mehr erreichbar. Viele haderten über den Punktverlust am grünen Tisch in der 25. Runde. Zurück bleib allerdings auch berechtigter Stolz auf eine starke Rückrunde mit einer attraktiven und eindrücklichen Aufholjagd. Für die Berner Young Boys war die Niederlage und der Verlust des dritten Platzes an Sion zu verschmerzen, weil mit dem Cupsieg des FC Basel gegen Luzern am Pfingstmontag doch noch eine UEFA-Cup-Teilnahme möglich wäre. Schliesslich wird das Cupendspiel wieder der Tradition folgend im Berner Wankdorf ausgetragen.

Zu Beginn leistete der Grasshopper Club unter dem neuen Interimscoach Bernegger viel Widerstand. Bernegger hatte Balakov per sofort abgelöst und führte die Grasshoppers zum wiederholten Mal in einer Übergangsphase an. Der FC Zürich ging dann aber doch in Führung durch ein schönes Zusammenspiel von Raffael und Santos. Der FCZ musste aber weiter zittern und wurde erst in der Nachspielzeit durch das 2:0 von Margairaz erlöst. Die Titelverteidigung war geglückt und die 18.000 im ausverkauften Hardturm konnten ihre Mannschaft feiern.

Andreas Beck, Bern
Begegnungen
  1:1(1:0)  
  2:0(2:0)  
  2:0(1:0)  
  2:0(1:0)  
  2:0(1:0)  

Saisonstatistik

Beide Teams trafen
87
Tore gesamt
467
Tore pro Spiel
2,61
  •  1,51 Heim
  •  1,11 Gast

Anzahl Tore pro Spiel

Über 1,5

74 %
Über 2,5

49 %
Über 3,5

28 %

Spieltagsstatistiken

Bilanz

Tore

10
gesamt

Torverteilung

Zuschauer
Gesamt
75.500

Durchschnitt
15.100
Tore pro Spieltag in der Saison 2006/2007

Die Spieler sind sehr groß. Und immer grätschen, grätschen, grätschen. Alle grätschen hier immer.

— Adhemar über seine Mitspieler in Deutschland