Die schweizer Raiffeisen Super League

Thorsten Finks zweiter Titel mit dem FC Basel

Meister mit dem FC Basel: Thorsten Fink
Mit einem ungefährdeten 3:0 Erfolg über Luzern sicherte sich der FC Basel den 14. Meistertitel der Vereinsgeschichte. Der knappe Sieg des FC Zürich über Thun vermochte Finks Erfolg nicht zu gefährden. Die Young Boys schickten den FC Sankt Gallen mit einer Niederlage direkt in die zweithöchste Spielklasse und schlossen mit Rang Drei ab. Bellinzona darf dank seinem Sieg über die Grasshoppers in die Relegation gegen Servette Genf. Lausanne steigt nach neun Jahren wieder auf und erhöht die Westschweizer Quote in der Super League auf mindestens drei Teams.

Kurz nachdem der FC Zürich in der fünften Minute in Führung gegangen war und damit in der Echtzeittabelle vor Basel lag, traf Alex Frei zum 1:0 gegen den FC Luzern. Die Chancen der Gäste waren rar. Shaqiri erhöhte noch vor der Pause. Den mit 37.000 Zuschauern ausverkauften Sankt Jakob Park endgültig zum Kochen brachte Zoua mit dem entscheidenden 3:0. Fink holte sich damit auch in seiner zweiten Spielzeit den Meistertitel und sicherte seinem Arbeitgeber dank der direkten Champions League Teilnahme Einnahmen von über 15 Mio. Euro.

Der FC Zürich ging gegen Thun durch einen schönen Treffer von Alphonse früh in Führung. Thun hielt aber wacker dagegen und kam zu einigen guten Chancen. In der zweiten Halbzeit verschlechterte sich die Qualität des Spiels zusehends. Die Kunde vom Zwischenstand aus Basel war wohl zu den Spielern gelangt, was deutlich auf die Motivation drückte. Zürich löste mit dem knappen Sieg zwar seine Aufgabe, zum Titel reichte es diesmal aber nicht mehr.

Nach einer schwachen ersten Halbzeit gingen die Berner Young Boys gegen den FC Sankt Gallen durch einen Treffer von Bienvenu in Führung. Lang konnte zwar ausgleichen und wieder etwas Hoffnung in die Ostschweiz zurück bringen, aber zwei Treffer in kurzem Abstand durch Costanzo und Degen machten diese Hoffnung wieder zunichte. Nushi erzielte zwar noch den Anschlusstreffer, aber durch die nun notwendige offensive Spielweise der Grünweißen taten sich Räume auf, die Bienvenu kurz vor Schluss zur Entscheidung nutzen konnte. Auch der Platzverweis von Marco Schneuwly änderte nichts mehr daran, dass Sankt Gallen am letzten Spieltag auf dem letzten Platz lag und somit nächste Saison in der Challenge League spielen wird.

Die beiden Cupfinalisten Sion und Xamax Neuchâtel zeigten Westschweizer Solidarität und lieferten sich ein harmloses Spielchen ohne größere Torchancen und ohne nennenswerte Aktionen. Für Sion änderte sich an der Klassierung dadurch nichts. Xamax hingegen rettete sich dank dem gewonnenen Punkt im letzten Spiel vor dem Abstieg und der Relegation.

Unter dem neuen Trainer Martin Andermatt holte sich die AC Bellinzona im Spiel gegen die Zürcher Grasshoppers dank einer Doublette von Feltscher einen wichtigen und verdienten Dreier. Damit kommen die Tessiner um den direkten Abstieg herum und dürfen in die Relegation gegen Servette. Die Mannschaft aus Genf, welche in der zweithöchsten Spielklasse mit Abstand die meisten Tore geschossen und die wenigsten erhalten hatte, dürfte aber ein sehr schwerer Gegner für die AC werden.

Andreas Beck, Bern
Begegnungen
  3:0(2:0)  
  2:0(1:0)  
  0:0(0:0)  
  4:2(0:0)  
  1:0(1:0)  

Saisonstatistik

Beide Teams trafen
112
Tore gesamt
537
Tore pro Spiel
2,98
  •  1,57 Heim
  •  1,41 Gast

Anzahl Tore pro Spiel

Über 1,5

82 %
Über 2,5

58 %
Über 3,5

38 %

Spieltagsstatistiken

Bilanz

Tore

12
gesamt

Torverteilung

Zuschauer
Gesamt
85.400

Durchschnitt
17.080
Tore pro Spieltag in der Saison 2010/2011

Ich muss versuchen die Mannschaft so zu formen, dass wir gleich im ersten Spiel, auf jeden Fall aber so schnell wie möglich, punkten.

— Hans Krankl