Spitzenduo vergrössert Abstand

Dreierpack: Alexandre Alphonse
Der FC Zürich souverän und der FC Basel mit Mühe konnten in der zwölften und mit je drei Punkten den Abstand zu den Verfolgern vergrößern. Sowohl die Grasshoppers wie auch die Young Boys verpassten ihre Chancen, den Anschluss zu halten. Nach Niederlage Nummer Zehn wackelt beim FC Luzern bereits der Stuhl von Sforzas Nachfolger Morinini.

Mit einem klaren Sieg gegen den FC Aarau hat sich der FC Zürich als Favorit für den Meistertitel in Stellung gebracht. Alphonse erzielte vor der Pause das 1:0 (36.) auf Vorarbeit von Hassli. Hassli selber konnte nach dem Wechsel auf 2:0 erhöhen (49.), bevor er noch zweimal Alphonse die Vorlage zu den beiden nächsten Treffern gab (55./63.). Die beiden Franzosen harmonieren zurzeit bestens, was Alphonse an die Spitze des Torschützenklassements brachte. Aber es ist vor allem Hassli, welcher zu Sankt Galler Zeiten zusammen mit Alex Tachie-Mensah einen Traumsturm bildete, der nun endlich auch beim FCZ eine Entwicklung durchmacht, welche den Weggang von Raffael zur Hertha und die langen Absenzen von Chickhaoui vergessen lässt. Beim FC Aarau, dem Team mit der bis zur letzten Runde stärksten Defensive der Liga, wurde der verletzungsbedingt abwesende Bastida schmerzlich vermisst.

In einer spannungsarmen Partie verpassten Latours Grasshoppers gleich mehrmals die Führung gegen den FC Sion. Die Walliser hatten zudem Glück, dass Schiedsrichter Bertolini ein grobes Foul von Die an Vallori nicht mit einer Roten Karte bestrafte. Überhaupt waren einige umstrittene Entscheide Bertolinis das Einzige, was in dieser Begegnung zu Diskussionen Anlass gab.

Xamax musste wegen einem Platzverweis von Edjenguele nach einer Gelbroten Karte gegen Schlusslicht Luzern eine Halbzeit lang in Unterzahl spielen. Erst in der Nachspielzeit wurde Lambert am Strafraum der Neuenburger gefoult. Der Pfiff von Schiedsrichter Wermelinger blieb aber aus. Stattdessen setzte Brown zum Gegenstoß an, bei welchem er durch Veskovac nur noch mit einer Notbremse gestoppt werden konnte. Veskovac musste den Platz verlassen, währenddem Rossi mühelos mit dem fälligen Elfmeter den Sieg für das Heimteam sicherte. Sforzas Nachfolger Morinini wird mit zwei Punkten nach einem Dutzend Runden bei den Vereinsverantwortlichen wohl nicht mehr uneingeschränkte Unterstützung genießen.

Nach den Rücktritten von Sportchef und Präsident war man im Ländle bemüht, wieder etwas Ruhe in den Betreib zu bringen. Im Spiel gegen die Berner Young Boys galt es für den FC Vaduz den vierten Auswärtssieg der Berner zu verhindern. Dies gelang in einer Partie auf beschiedenem Niveau, welches v. a. die Berner bestimmten. Diese machten aber zu wenig aus ihren Chancen. Zudem spielte Torhüter Sommer eine starke Partie.

Der FC Basel, als letzte Schweizer Mannschaft im europäischen Geschäft, wollte nach der 0:5 Niederlage gegen Barcelona gegen die AC Bellinzona wieder Selbstvertrauen tanken. Das Skore eröffneten aber die Tessiner nach 12 Minuten durch Lustrinelli. Kurz nach der Pause ließ Basels Torhüter Costanzo einen Eckball von Gashi ins eigene Tor abklatschen. Nach einer deutlichen Leistungssteigerung kamen die Basler kurz darauf innert dreier Minuten durch Streller (54.) und Perovic (57.) zum Ausgleich. Es kam sogar noch bitterer für die AC. Huggel traf in der letzten Minute der Nachspielzeit zum glücklichen Basler Sieg.

Andreas Beck, Bern

Der Ball ist ein Sauhund.

— Rudi Gutendorf