Zürich wirft Young Boys aus dem Titelrennen

Doppelpack: Ifet Taljevic
Im Spitzenkampf zwischen den Berner Young Boys und dem FC Zürich war der Meister eine Klasse für sich. Von Bern kam kaum Gegenwehr. Der Dreikampf um den Titel wurde damit zu einem Duell, weil sich der FC Basel ebenfalls drei Punkte holte, allerdings mit einiger Mühe gegen Vaduz. Luzern erlebte im Tessin wieder einen kleinen Rückschlag und Sion und Xamax sehen nach ihren Siegen wieder etwas Licht im Abstiegskampf.

Der FC Sion war dem FC Aarau mehrheitlich überlegen. Bereits nach elf Minuten lenkte Menezes einen Freistoss von Obradovic ins eigene Tor. Noch vor der Pause schloss der stark spielende Monterrubio ein Kombinationsspiel mit Afonso mit dem 2:0 ab (39.). In der zweiten Hälfte wurde Aarau etwas besser, konnte aber am Resultat nichts mehr ändern. In der Nachspielzeit wehrte Sions Torhüter Beney einen Ball außerhalb des Strafraums mit der Hand und musste dafür vom Platz. Weil Sion seine Auswechslungen bereits ausgeschöpft hatte, übernahm Stürmer Dominguez die Aufgabe zwischen den Pfosten.

Einen Fehlstart erlebte der FC Luzern bei der AC Bellinzona. Bereits in der zweiten Minute gelang Conti der Führungstreffer von der Strafraumlinie. Nach einer halben Stunde profitierte La Rocca von einem Aussetzer Ferreiras und erhöhte auf 2:0. Dabei bleib es, obschon die Innerschweizer mit zunehmender Spieldauer besser wurden. Doch einmal verwehrte ihnen Schiedsrichter Rogalla einen Elfmeter nach einem Foulspiel, und etwas später trafen die Gäste nur die Torumrandung.

Benjamin Huggel schoss gleich mit dem ersten Angriff des FC Basel gegen den FC Vaduz das einzige Tor der Partie (17.). Danach vermochte die Gross-Truppe nicht nachzulegen, hatte dabei allerdings auch Pech, weil ein Foul von Kirschbaum an Chipperfield im Strafraum der Liechtensteiner nicht gepfiffen wurde. Vaduz verfügte nicht über die Mittel, den FCB in Verlegenheit zu bringen, Basel andererseits konnte seine Überlegenheit nicht in Tore ummünzen.

Die Berner Young Boys leisteten sich beim FC Zürich zu viele Fehler. Das erste Tor, nach einer Flanke von Alphonse, die Abdi mit der Ferse direkt vor die Füsse von Okwonko legte (16.), war verdient. Der Torschütze sah in der 28. Minute seine Flanke von Raimondi abgelenkt, und auch dieser Ball landete direkt vor den Füssen eines Zürcher Spielers. Diesmal war Margairaz der Profiteur. Hätte Wölfli nicht seine aktuelle Hochform, das Resultat wäre zur Pause für die Berner noch bitterer gewesen. Nach einer knappen Stunde brachte Petkovic Doumbia und Häberli. Aber auch diese beiden vermochten keine Torgefahr zu erzeugen. Und hinten wurde Fehler an Fehler gereiht. Abdi durfte seine Führung in der Torschützenliste noch etwas ausbauen (72.). Die Gäste ließen ihn gewähren. Die enttäuschend spärlich aufmarschierten Zuschauer wurden noch einmal laut, aber nur bei der Einwechslung von Chikhaoui nach über einjähriger Absenz.

Der erste Schuss aufs Tor, ein Freistoss von Taljevic, führte zum 1:0 für Neuchâtel Xamax gegen die Zürcher Grasshoppers (4.). Die Gäste waren in der Folge überlegen. Ein Halten von Vaillori gegen Brown nach der Pause hatte einen Elfmeter zur Folge, den Taljevic sicher verwertete (53.). Das 3:0, nur drei Minuten später, erzielte Niasse nach einem Abpraller von Torhüter Jakupovic. Ein sehenswerter Treffer von Alessandro Riedle, dem Sohn von Karlheinz Riedle, weckte neue Hoffnungen bei den Grasshoppers (65.). Diese wurden aber durch Wüthrich mit dem vierten Neuenburger Treffer (81.) nach einem Durcheinander vor Jakupovic zerstört.

Andreas Beck, Bern

Super League
- 30. Spieltag

Samstag, 25.04.2009
1:02'
2:030'
Stadio Comunale (Bellinzona) · Zuschauer: 4400 · Schiedsrichter: René Rogalla
1:012'
Tourbillon (Sion) · Zuschauer: 9200 · Schiedsrichter: Bruno Grossen
Sonntag, 26.04.2009
0:117'
Rheinpark Stadion (Vaduz) · Zuschauer: 3200 · Schiedsrichter: Alain Bieri
2:053'
3:056'
3:165'
4:181'
La Maladière (Neuchâtel) · Zuschauer: 4200 · Schiedsrichter: Daniel Wermelinger
2:028'
3:072'
Stadion Letzigrund (Zürich) · Zuschauer: 12400 · Schiedsrichter: Massimo Busacca ( Bellinzona )

Ja, der Andi Brehme, der hat einen rechten und einen linken Fuß.

— Karl-Heinz Rummenigge